Bundsen-Kapelle, klassizistische Friedhofskapelle, Alter Friedhof, Flensburg

Schleswig-Holstein · Flensburg

Alter Friedhof Flensburg: Geschichte am Museumsberg

Der Alte Friedhof am Museumsberg ist ein historischer Ort des Gedenkens und heute eine Begegnungsstätte. Hier finden seit 1953 keine Bestattungen mehr statt. Seine Anlage, die Kapelle, die erhaltenen Grabmale und der Idstedt-Löwe gehören zur Geschichte des Ortes, nicht zu einem Angebot für eine neue Beisetzung.

Bundsen-Kapelle, klassizistische Friedhofskapelle. Foto: Shaun92, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.

Wie wurde der Alte Friedhof angelegt?

1810 bis 1813 nach Plänen von Axel Bundsen (1768 bis 1832) angelegt, feierlich eingeweiht am 25.06.1813 als "neuer allgemeiner Begräbnißplatz". Laut Landesamt für Denkmalpflege der erste kommunale Friedhof in Schleswig-Holstein. 2,6 Hektar.

Axel Bundsen entwarf den Friedhof als neue allgemeine Begräbnisstätte. Die Anlage entstand über einen Zeitraum vor ihrer feierlichen Einweihung. Nach dem Landesamt für Denkmalpflege handelt es sich um den ersten kommunalen Friedhof Schleswig-Holsteins. Diese Einordnung ist ausdrücklich auf die kommunale Trägerschaft bezogen. Sie sollte nicht zur Behauptung verkürzt werden, hier liege der älteste Friedhof überhaupt. Der historische Name gehört zur Gründungszeit und bezeichnet keinen heutigen Standort für neue Bestattungen.

Die Fläche beträgt 2,6 Hektar. Diese Angabe gehört zum Alten Friedhof und darf nicht mit der Fläche anderer Flensburger Anlagen verwechselt werden. Für einen Besuch können die Lage am Museumsberg und die benachbarten Gärten wichtige Bezugspunkte sein. Die Größe einer historischen Anlage sagt jedoch nichts über eine heutige Grabvergabe aus. Seit dem Ende der Beerdigungen dient der Ort anderen Nutzungen und der Erinnerung an seine erhaltenen Zeugnisse.

Welche Form haben Wege und Grababteilungen?

Tropfenform nach dem Umriss eines antiken Sarkophags; Gartenpartien im Norden und Süden, dazwischen geometrische Gräberfelder in vier Abteilungen, eine Ahornreihe und eine Feldsteinmauer an der Ostseite. Von Anfang an auch als Park für Spaziergänger gedacht.

Die Tropfenform orientiert sich am Umriss eines antiken Sarkophags. Gartenpartien und geometrische Gräberfelder stehen in der Gestaltung nebeneinander. Die vier Abteilungen, die Ahornreihe und die Feldsteinmauer an der Ostseite sind einzelne Elemente, die den Ort beschreiben. Der Friedhof war von Anfang an auch als Park für Spaziergänger gedacht. Ein Rundgang kann deshalb sowohl die Wegeführung als auch die historische Funktion des Geländes in den Blick nehmen.

Die Parkidee ist von der früheren Nutzung als Begräbnisstätte zu unterscheiden, auch wenn beide in der Planung zusammenkamen. Ein Spaziergang durch die Anlage ersetzt keine gezielte Auskunft zur Lage eines bestimmten historischen Grabes. Wenn Sie eine konkrete Stelle suchen, wenden Sie sich an die Verwaltung. Aus der allgemeinen Wegbeschreibung werden hier keine Angaben zu Barrierefreiheit, Wegzustand oder Besuchszeiten abgeleitet. Für solche praktischen Fragen ist eine unmittelbare Rückfrage sinnvoll.

Was zeichnet die Bundsen-Kapelle aus?

Klassizistische Kapelle von Axel Bundsen am nördlichen Ende in der Achse des Haupteingangs, als Torhaus gedacht, mit Leichenhaus, Wärterwohnung und Wagenremise; Kuppel-Durchfahrt mit Stuckaturen von Francesco Antonio Tadey. 2001/02 restauriert. Eingetragenes Kulturdenkmal.

Die Kapelle liegt am nördlichen Ende in der Achse des Haupteingangs. Ihre Konzeption als Torhaus verbindet den Zugang mit den damaligen Funktionen von Leichenhaus, Wärterwohnung und Wagenremise. Die Kuppel-Durchfahrt und die Stuckaturen von Francesco Antonio Tadey gehören zur baulichen Beschreibung. Bei einem historischen Besuch ist diese Verbindung von Eingang und Gebäude ein eigener Schwerpunkt. Die Kapelle wird hier nicht als heutiger Raum für eine neu geplante Bestattung angeboten.

Die Restaurierung 2001/02 ist von der ursprünglichen Anlage des Friedhofs zu unterscheiden. Das Gebäude ist als Kulturdenkmal eingetragen. Seine klassizistische Gestalt gehört zur Geschichte des Ortes, während die gegenwärtige Nutzung der Begegnungsstätte andere Anliegen umfasst. Fragen zu einer Führung oder Veranstaltung sollten unmittelbar an die zuständige Stelle gerichtet werden. Aus dem baulichen Denkmalstatus folgen weder ein öffentlich bestätigter Terminplan noch eine Zusage für eine bestimmte Besichtigung.

Welche Rolle spielten die deutsch-dänischen Kriege?

Im Südteil wurden Mitte des 19. Jahrhunderts Gräber aufgehoben, um Gefallene der deutsch-dänischen Kriege 1848 bis 1851 und 1864 zu bestatten.

Die Beisetzung Gefallener veränderte den südlichen Teil des Friedhofs. Dabei wurden ältere Gräber aufgehoben. Die Kriegsgräber beziehen sich auf die deutsch-dänischen Kriege 1848 bis 1851 und 1864. Diese Ereignisse sollten zeitlich von der ursprünglichen Anlage und von späteren Veränderungen unterschieden werden. Die heutige Betrachtung des Ortes umfasst somit verschiedene historische Phasen. Eine vollständige Liste der dort bestatteten Personen wird hier nicht ergänzt.

Wer sich gezielt mit einem historischen Grab oder einem Gedenkbereich beschäftigen möchte, sollte nach der konkreten Lage fragen. Der Friedhof ist nicht allein durch ein einzelnes Monument zu erklären. Wege, Grababteilungen und erhaltene Grabmale tragen unterschiedliche Teile seiner Geschichte. Für einen Rundgang kann es hilfreich sein, diese Fragen vorab zu sammeln. Die historische Information ist keine Auskunft darüber, dass auf dem Gelände heute wieder neue Beisetzungen stattfinden könnten.

Wie kam der Idstedt-Löwe an diesen Ort?

Der Idstedt-Löwe des Bildhauers Hermann Wilhelm Bissen wurde am 25.07.1862 nördlich des Grabhügels eingeweiht, von Dänen zum Gedenken an ihre Gefallenen 1848 bis 1851 errichtet. Später stand er in Berlin, ab 1945 in Kopenhagen; 2011 kehrte er an seinen Platz in Flensburg zurück.

Der Idstedt-Löwe wurde von Hermann Wilhelm Bissen geschaffen. Seine Einweihung nördlich des Grabhügels und die späteren Stationen in Berlin und Kopenhagen gehören zu seiner Geschichte. Die Rückkehr nach Flensburg wird hier mit dem Jahr 2011 angegeben. Es wird kein genauer Rückkehrtermin ergänzt. Das Denkmal erinnert an die dänischen Gefallenen der Kriege 1848 bis 1851 und ist vom gesamten historischen Friedhof als Anlage zu unterscheiden.

Was ist an der Christiansen-Gruft besonders?

Gruft der Familie Christiansen (1829) nach Entwurf von Karl Friedrich Schinkel mit neugotischem Baldachin, gefertigt in der Königlichen Eisengießerei Berlin; eingetragenes Kulturdenkmal.

Die Gruft der Familie Christiansen ist ein eingetragenes Kulturdenkmal. Der Entwurf von Karl Friedrich Schinkel, der neugotische Baldachin und die Fertigung in der Königlichen Eisengießerei Berlin beschreiben dieses einzelne Zeugnis. Es gehört nicht zur klassizistischen Kapelle, sondern zu den erhaltenen Grabdenkmälern. Bei einem Besuch sollten Bauwerke und Grabmale deshalb getrennt betrachtet werden. Aus der historischen Beschreibung wird keine heutige Nutzung dieser Gruft für neue Beisetzungen abgeleitet.

Welchen Schutz und welche Nutzung hat der Friedhof heute?

Gründenkmal Alter Friedhof, 1985 ins Denkmalbuch eingetragen. Schutzumfang: Friedhof, Grabdenkmäler bis 1920, umlaufende Weißdornhecke, Ahornallee, Kriegergrab 1848/51 und 1864, Zyklopenmauerwerk an der Ostseite.

Seit 1953 keine Beerdigungen mehr. Über 600 Grabmale sind erhalten. Genutzt für Führungen, kleine Konzerte und Lesungen; Gräber von Politikern, Künstlern und Gelehrten.

Der Denkmalschutz umfasst die aufgeführten Elemente der historischen Anlage. Er ist nicht mit dem bloßen Schutz eines einzelnen Bauwerks auf anderen Friedhöfen gleichzusetzen. Seit 1953 finden hier keine Beerdigungen mehr statt. Die über 600 erhaltenen Grabmale und die Nutzung für Führungen, kleine Konzerte und Lesungen gehören zur heutigen Begegnungsstätte. Ein historischer Gedenkort und eine Anlage mit neuen Beisetzungen erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Für eine neue Bestattung kommen andere Flensburger Friedhöfe in Betracht. Diese Seite zeigt deshalb keine Gebührentabelle und kein Formular für eine Beisetzung auf dem Alten Friedhof. Die Wahl einer neuen Ruhestätte muss mit dem jeweiligen Träger besprochen werden. Wenn Sie zunächst die Geschichte am Museumsberg kennenlernen möchten, können Sie Fragen zu Führungen bei der Verwaltung stellen. Die Begegnungsstätte wird nicht als Grabangebot umgedeutet.

Wo sind neue Beisetzungen möglich?

Auf dem Alten Friedhof finden seit 1953 keine Beerdigungen mehr statt. Für neue Beisetzungen können Sie die Angebote auf dem Friedhof Friedenshügel, auf dem Mühlenfriedhof oder auf dem Friedhof Adelby prüfen. Die konkrete Grabstätte und ihre Verfügbarkeit klären Sie mit dem zuständigen Träger.

Bilder vom Alten Friedhof

Bundsen-Kapelle, klassizistische Friedhofskapelle, Alter Friedhof, Flensburg
Bundsen-Kapelle, klassizistische Friedhofskapelle. Foto: Shaun92, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.
Kiesweg unter Eiben mit historischen Grabsteinen, Alter Friedhof, Flensburg
Kiesweg unter Eiben mit historischen Grabsteinen. Foto: Soenke Rahn, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.
Historisches Grabmal mit Steinkreuz und Efeu, Alter Friedhof, Flensburg
Historisches Grabmal mit Steinkreuz und Efeu. Foto: Soenke Rahn, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.

Adresse und Anfahrt

Alter Friedhof, am Museumsberg (Selckstraße)

am Museumsberg, zwischen den Gärten Stuhr und Christiansen; in der Denkmalliste unter Selckstraße geführt

Buslinie 2, Haltestelle Museumsberg, von dort Fußweg über den Alten Friedhof (Angabe des Museumsbergs).

Die Haltestelle Museumsberg der Buslinie 2 ist der angegebene Bezugspunkt für die Anreise. Von dort führt der Fußweg über den Alten Friedhof. Die Lage zwischen den Gärten Stuhr und Christiansen beschreibt seine Umgebung; die Denkmalliste führt ihn unter Selckstraße. Prüfen Sie für einen geplanten Besuch die aktuelle Verbindung. Hier werden weder eine Fahrtdauer noch weitere Eingänge oder eine Parkplatzangabe ergänzt.

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Wer ist für die Friedhofsverwaltung zuständig?

Beratungszentrum und Friedhofsverwaltung der Flensburger Friedhöfe AöR, Am Friedenshügel 45, 24941 Flensburg. Telefon: 0461 85 8619.

Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 12.30 Uhr.

Kontakt zur Friedhofsverwaltung

Häufige Fragen zu dem Alten Friedhof

Finden auf dem Alten Friedhof noch Bestattungen statt?

Nein. Seit 1953 finden hier keine Beerdigungen mehr statt. Der Alte Friedhof ist heute eine Begegnungsstätte mit Führungen, kleinen Konzerten und Lesungen. Für eine neue Beisetzung sind andere Flensburger Friedhöfe zu wählen.

Wann wurde der Alte Friedhof eingeweiht?

Die Anlage entstand 1810 bis 1813 nach Plänen von Axel Bundsen. Die feierliche Einweihung fand am 25.06.1813 statt. Laut Landesamt ist er der erste kommunale Friedhof Schleswig-Holsteins.

Seit wann steht der Idstedt-Löwe wieder in Flensburg?

Der Idstedt-Löwe kehrte 2011 an seinen Platz in Flensburg zurück. Zuvor stand er in Berlin und ab 1945 in Kopenhagen; ursprünglich wurde er am 25.07.1862 nördlich des Grabhügels eingeweiht.

Wie erreichen Sie den Alten Friedhof?

Der Friedhof liegt am Museumsberg zwischen den Gärten Stuhr und Christiansen. Buslinie 2 hält an der Haltestelle Museumsberg; von dort führt ein Fußweg über den Alten Friedhof.

Über diesen Ratgeber

Redaktion: Premium Lead GmbH. Verantwortlich für den Inhalt: Peter Probst (Geschäftsführer).

Bestatter in Flensburg vermittelt kostenfrei Bestattungsunternehmen und ist selbst kein Bestattungsunternehmen. Die Hinweise ersetzen keine individuelle Beratung.

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