Seebestattung ab Flensburg: Förde und Ostsee

Wer eine Seebestattung für Flensburg plant, entscheidet sich für eine Urnenbeisetzung auf See statt für eine Grabstätte an Land. Die beschriebenen Abfahrten liegen in Gelting-Mole und Langballigau. Eine Abfahrt direkt ab dem Flensburger Stadthafen ist nicht bekannt. Wichtig sind daher eine klare Hafenabsprache, die gesetzlichen Anforderungen an die Seeurne und die persönlichen Wünsche zum Abschied.

Blick über die Förde auf die St.-Jürgen-Kirche, Flensburg
Blick über die Förde auf die St.-Jürgen-Kirche. Foto: Sönke Rahn, CC BY 3.0.

Was bedeutet ein Abschied auf See für die Planung?

Eine Seebestattung verbindet eine vorausgehende Einäscherung mit einer Beisetzung der Urne im Wasser. Damit entfällt die Auswahl eines gewöhnlichen Urnengrabes auf einem Friedhof als Beisetzungsort. Die Frage nach einem späteren Ort des Erinnerns bleibt trotzdem persönlich wichtig. Besprechen Sie, welche Vorstellungen die verstorbene Person hatte und wie Angehörige den Abschied begleiten möchten.

Maßgebend ist der Wille der verstorbenen Person; ist er unbekannt, entscheiden die Bestattungspflichtigen. (§ 15 Abs. 3 BestattG SH). Wenn schriftliche Wünsche vorhanden sind, nehmen Sie diese in das Gespräch mit. Fehlen genaue Angaben, können Sie die Bedeutung der See, eine gewünschte Begleitung und einen möglichen Gedenkort an Land gemeinsam abwägen. Es gibt keinen Grund, Hafen, Schiff und persönliche Gestaltung allein aus dem Begriff Seebestattung abzuleiten. Diese Punkte benötigen eigene Absprachen.

Die Bezeichnung Seebestattung ab Flensburg beschreibt hier den regionalen Bezug Ihrer Planung. Sie ist keine Zusage, dass ein Schiff im Flensburger Stadtzentrum ablegt. Die bestätigte Abfahrt ist für die Anreise maßgeblich. Auch das Foto der Förde mit der St.-Jürgen-Kirche zeigt nur ein Flensburger Motiv, nicht die konkrete Beisetzungsposition oder einen bestätigten Liegeplatz.

Welche gesetzlichen Regeln gelten auf See?

Seebestattung: Urnenbeisetzung mindestens drei Seemeilen von der Küste, nur von gewerblichen Seeschiffen eines Bestattungsunternehmens, der DGzRS, Fischereibetrieben oder Wasserfahrzeugen des öffentlichen Dienstes; wasserlösliche, biologisch abbaubare Urne ohne Metallteile. (§ 15 Abs. 4 BestattG SH). Die vorgeschriebene Entfernung von mindestens drei Seemeilen zur Küste schließt eine frei gewählte Beisetzung direkt am Strand aus. Die Nähe zur Förde ist daher kein Ersatz für die Organisation einer rechtlich vorgesehenen Seebestattung.

Die Regel nennt gewerbliche Seeschiffe eines Bestattungsunternehmens, die DGzRS, Fischereibetriebe sowie Wasserfahrzeuge des öffentlichen Dienstes. Sie sollte nicht zu einer allgemeinen Erlaubnis für jedes private Boot verkürzt werden. Lassen Sie sich erklären, welches Unternehmen die Durchführung übernimmt und wie die Beisetzung organisiert wird. Eine persönliche Verbindung zur See ändert die Anforderungen an das Wasserfahrzeug nicht.

Ebenso wichtig ist die Beschaffenheit der Urne. Sie muss wasserlöslich und biologisch abbaubar sein und darf keine Metallteile enthalten. Fragen Sie ausdrücklich nach einer geeigneten Seeurne. Die Auswahl einer Urne für eine Friedhofsgrabstätte darf nicht ungeprüft auf eine Beisetzung im Wasser übertragen werden. Die vereinbarte Ausführung sollte dem tatsächlich geplanten Beisetzungsort entsprechen.

Welche Abfahrt beschreibt die Deutsche Seebestattungs-Genossenschaft?

Die Deutsche Seebestattungs-Genossenschaft nennt Gelting-Mole als Ausgangspunkt für das Seegebiet Flensburg. Die beschriebene Position liegt in der Nähe des Leuchtturms Kalkgrund, am Übergang von der Förde zur offenen Ostsee. Der Leuchtturm Kalkgrund ist somit ein Bezugspunkt für das Seegebiet und nicht automatisch der Treffpunkt Ihrer Angehörigen an Land.

Als Schiff nennt der Anbieter die MS Mira mit einer Möglichkeit zur Teilnahme von bis zu 36 Personen. Die Fahrzeit wird mit höchstens zwei Stunden angegeben. Diese Angaben beschreiben das Angebot des Anbieters. Sie sind weder eine Reservierung für eine bestimmte Personenzahl noch eine Zusage unseres Vermittlungsdienstes für einen Wunschtermin. Lassen Sie Teilnahme und Ablauf für Ihren Auftrag bestätigen, bevor Sie Angehörige einladen.

Die genannte Fahrzeit betrifft die Fahrt, nicht den gesamten Zeitaufwand der Anreise oder eines möglichen vorherigen Abschieds. Klären Sie, wann die Beteiligten am bestätigten Treffpunkt sein sollen und welche Hinweise für die Teilnahme gelten. Aus der Kapazitätsangabe werden hier keine Aussagen zu Zugang, Ausstattung oder einer bestimmten Gestaltung auf dem Schiff abgeleitet. Solche Einzelheiten besprechen Sie direkt mit dem beauftragten Unternehmen.

Was ist zur Abfahrt ab Langballigau bekannt?

Die Nordische Seebestattungs-Reederei aus Husby beschreibt eine Seebestattung ab Langballigau in der westlichen Ostsee. Diese Hafenangabe ist von Gelting-Mole zu unterscheiden. Übertragen Sie weder die MS Mira noch deren Personenzahl oder Fahrzeit auf dieses Angebot. Die beiden Anbieter haben unterschiedliche Beschreibungen; die konkrete Fahrt benötigt ihre eigene Bestätigung.

Eine Abfahrt direkt ab dem Flensburger Stadthafen ist nicht bekannt. Nennen Sie bei einer Anfrage deshalb den bevorzugten Hafen oder sagen Sie ausdrücklich, dass Sie zwischen den beschriebenen Abfahrten noch abwägen. Der regionale Bezug Flensburg allein reicht für eine Anreiseplanung nicht aus. Nutzen Sie die Angaben der Nordischen Seebestattungs-Reederei als Ausgangspunkt und lassen Sie den tatsächlichen Treffpunkt bestätigen.

Wie hängen Einäscherung und Urnenübergabe zusammen?

Vor der Urnenbeisetzung steht die Einäscherung. Das Krematorium Flensburg auf dem Friedhof Friedenshügel an der Adresse Am Friedenshügel 45, 24941 Flensburg wird von der Flensburger Friedhöfe AöR betrieben. Die spätere Fahrt einer Reederei ist jedoch eine andere Aufgabe als die Vorbereitung im Krematorium. Fragen Sie, wie die Übergabe zwischen den beteiligten Unternehmen organisiert wird und wer die Abstimmung übernimmt.

Die Einäscherung erfolgt im Sarg (§ 17 Abs. 5 Satz 2 BestattG SH). Vor jeder Einäscherung sind die zweite Leichenschau und die erforderliche Freigabe zu beachten (§ 17 Abs. 1, 2 und 4 BestattG SH; Betriebsordnung Krematorium Flensburg). Diese Voraussetzungen gelten auch bei einer späteren Beisetzung auf See. Einzelheiten zum örtlichen Krematorium erläutert der Ratgeber zur Feuerbestattung in Flensburg.

Die Urne darf nicht mit nach Hause genommen werden. Sie wird auf einem Friedhof oder auf See beigesetzt; das Krematorium gibt sie erst heraus, wenn die Beisetzung gesichert ist (§ 15 Abs. 1 Satz 2, § 18 Abs. 1, § 29 Abs. 1 Nr. 12 und Abs. 2 BestattG SH). Eine vorübergehende private Aufbewahrung ist deshalb kein Ersatz für die Organisation der Übergabe. Urnen sollen innerhalb von drei Monaten nach der Einäscherung beigesetzt werden (§ 16 Abs. 3 BestattG SH). Stimmen Sie den geplanten Ablauf entsprechend ab.

Welche Orte an Land können der Erinnerung dienen?

Eine Seebestattung bedeutet nicht, dass die Erinnerung nur während einer Fahrt stattfinden kann. In Handewitt erinnert ein Anker nördlich der Kirche an auf See Bestattete. Namensplaketten sind möglich. Dieser Ort ist eine Gedenkmöglichkeit an Land und nicht der Ort der eigentlichen Urnenbeisetzung.

Auf dem Friedhof in Satrup besteht eine Gedenkstätte für Seebestattete. Dort können Erinnerungstafeln angebracht werden. Fragen zu einem konkreten Eintrag oder zu den Bedingungen richten Sie an die jeweilige Verwaltung. Die Möglichkeit einer Tafel wird nicht als automatisch eingeschlossene Leistung einer Seebestattung dargestellt.

Besprechen Sie diese Möglichkeiten unabhängig von der Wahl der Reederei. Ein Gedenkort an Land, eine Teilnahme auf dem Schiff und eine vorherige Trauerfeier beantworten unterschiedliche persönliche Bedürfnisse. Halten Sie fest, welche Wünsche für Sie wichtig sind und welche Punkte noch offenbleiben dürfen. So lässt sich eine konkrete Planung entwickeln, ohne fremde Vorstellungen als festes Muster für Ihren Abschied zu übernehmen.

Was sollten Sie vor der Beauftragung erfragen?

Bitten Sie um eine klare Beschreibung der Vorbereitung, der geeigneten Seeurne, der Übergabe und der Leistungen für die Fahrt. Fragen Sie nach der bestätigten Personenzahl, dem Treffpunkt und dem vorgesehenen Ablauf. Wenn Angehörige Fragen zur Teilnahme haben, sammeln Sie diese vor dem Gespräch. Eigenschaften wie Barrierefreiheit oder zusätzliche Leistungen werden hier nicht vorausgesetzt und sollten unmittelbar geklärt werden.

Auf dieser Seite werden keine Preise für Seebestattungen genannt. Ein Gebührenbetrag aus einer Friedhofssatzung wäre dafür kein passender Ersatz. Der Leistungsumfang der Einäscherung und das Angebot für die Fahrt müssen nachvollziehbar erläutert werden. Sie entscheiden über die Beauftragung erst auf Grundlage des konkreten Angebots, nicht aufgrund einer allgemeinen Hafenbeschreibung.

Premium Lead GmbH ist ein Vermittler und weder Bestattungsunternehmen noch Reederei. Die Vermittlung ist für Angehörige kostenfrei. Über die Kontaktseite können Sie angeben, dass Sie eine Seebestattung für Flensburg besprechen möchten. Beratung und Durchführung vereinbaren Sie direkt mit dem vermittelten Unternehmen; eine bestimmte Abfahrt oder Teilnahme wird durch unsere Anfrage nicht zugesagt.

Häufige Fragen zur Seebestattung

Gibt es eine Abfahrt direkt aus dem Flensburger Stadthafen?

Eine Abfahrt direkt ab dem Flensburger Stadthafen ist nicht bekannt. Die Deutsche Seebestattungs-Genossenschaft nennt Gelting-Mole; die Nordische Seebestattungs-Reederei nennt Langballigau. Lassen Sie den tatsächlichen Treffpunkt vor der Anreise bestätigen.

Welches Seegebiet und welches Schiff werden ab Gelting beschrieben?

Die Deutsche Seebestattungs-Genossenschaft nennt MS Mira, bis 36 Personen. Die Position liegt in der Nähe des Leuchtturms Kalkgrund, am Übergang von der Förde zur offenen Ostsee. Als Fahrzeit werden höchstens zwei Stunden angegeben. Diese Angaben stammen vom Anbieter und sind keine eigene Zusage unseres Vermittlungsdienstes.

Welche Urne ist für die Seebestattung vorgesehen?

Die Urne muss wasserlöslich und biologisch abbaubar sein und darf keine Metallteile enthalten. Die Beisetzung erfolgt mindestens drei Seemeilen von der Küste mit den gesetzlich zulässigen Wasserfahrzeugen (§ 15 Abs. 4 BestattG SH).

Darf die Urne bis zur Abfahrt zu Hause bleiben?

Nein. Die Urne darf nicht mit nach Hause genommen werden. Das Krematorium gibt sie erst heraus, wenn die Beisetzung gesichert ist (§ 15 Abs. 1 Satz 2, § 18 Abs. 1, § 29 Abs. 1 Nr. 12 und Abs. 2 BestattG SH). Die Übergabe für die Seebestattung muss mit den beteiligten Unternehmen abgestimmt werden.

Gibt es Erinnerungsorte an Land für Seebestattete?

In Handewitt erinnert ein Anker nördlich der Kirche an auf See Bestattete; Namensplaketten sind möglich. In Satrup gibt es auf dem Friedhof eine Gedenkstätte für Seebestattete, an der Erinnerungstafeln angebracht werden können. Einzelheiten klären Sie mit der jeweiligen Verwaltung.

Über diesen Ratgeber

Redaktion: Premium Lead GmbH. Verantwortlich für den Inhalt: Peter Probst (Geschäftsführer).

Bestatter in Flensburg vermittelt kostenfrei Bestattungsunternehmen und ist selbst kein Bestattungsunternehmen. Die Hinweise ersetzen keine individuelle Beratung.

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